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Eule, Eule

Ich bin ganz bezaubert von dieser kleinen Eule, die aus grobem Marmor und Granit entstanden ist. Eigentlich wollte ich nur eine neue Technik ausprobieren und war keineswegs sicher, ob daraus überhaupt etwas Vorzeigbares werden würde. Bei dieser Methode werden die Tesserae zunächst auf einer Vorlage ausgelegt. Anschließend trägt man auf eine zweite, identische Vorlage, die mit einer Kunststofffolie abgedeckt ist, eine dicke Schicht Fliesenkleber auf. Dadurch verbindet sich der Kleber nicht mit dem Untergrund, und das fertige Mosaik lässt sich nach dem Trocknen als zusammenhängendes Teilstück abnehmen und auf einen dauerhaften Träger übertragen. Da ich die Tesserae bewusst verkantet setzen wollte, um die Weichheit und das Wuschelige eines Federkleids anzudeuten, erwies sich diese Technik als ideal. Der Kopf der Eule entstand überraschend schnell. Dann schweifte mein Blick zu meinem Holzvorrat. Die Rinde eines Olivenbaums aus Ayvalık schien wie geschaffen dafür, die Struktur des Gefieders aufzunehmen. Dazu kam eine Schindel aus Zedernholz, wie sie in den USA traditionell zur Verkleidung von Hausfassaden verwendet wird. Sie bildete den perfekten Hintergrund für die kleine Eule. Als Träger wählte …

Löwenkopf Mosaik

Das erste Halbjahr des Jahres 2026 war für mich eine arbeitsame und konzentrierte Zeit. Nachdem das Atelier in Paris Ende Januar eingerichtet war, begann ich das Löwenkopf Mosaik. Inspiriert von einem Löwenbildnis aus einem Bodenmosaik aus der Piazza Armenina auf Sizilien und einer Ausstellung von MC Escher in Paris die ich im Januar gesehen hatte, machte ich mich an die Arbeit. Glücklicherweise verbindet mich eine gute Freundschaft mit der Grafik Designerin Kersten von Sohlern, mit der ich seit meiner Zeit in China zusammenarbeite. Sie hat den Löwenkopf in die richtige Grösse gebracht, so dass er 4 mal auf meine Fläche passte und ich ihn immer noch mit den kleinstmöglichen Tesserae setzen kann. Dies ist beim Designen von Mosaikvorlagen wichtig, sich die Grösse des Materials vorstellen zu können und danach die Motive auf der Fläche zu verteilen. Danach folgten 45 Stunden des zurecht schlagens der Tesserae und das Setzen auf das Design. Dies ist meine liebste Zeit beim Mosaik bauen. Die oft schwierige Tüftelei der Konzeptionsphase ist vorbei, das Motiv und das Material liegen bereit und …

Mein neues Atelier in Paris

Seit Januar 2026 habe ich ein Studio in Paris. Unsere Familie wurde vom Arbeitgeber meines Mannes im Sommer 2025 hierher versetzt. Jetzt arbeite ich hauptsächlich aus dem 14. Arrondisment. Der kleine Raum ist eine ehemalige Klosterzelle eines Franziskaner Nonnenkloster. Seit 5 Jahren ist es eine Künstlergemeinschaft von ca 40 Kreativen die Kunst und Sozialprojekte betreiben.. Jetzt im Frühling bin ich sehr beglückt, jeden Tag durch den ehemaligen Klostergarten zu laufen und die Blätter an den Bäumen spriessen zu sehen. Die Gegend um das Kloster herum war schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts eine Gegend in der sich viele Künstler niedergelassen haben und Architekten beauftragten, ihnen Atelier Häuser zu bauen. Gestern habe ich einen Spaziergang zu einigen dieser Häuser gemacht.   Ich bin begeistert nun wieder ein Studio außerhalb der Wohnung zu haben. Die Konzentration auf die Arbeit ist so viel besser.